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2 Mzungu in der Wildnis: Safari South Luangwa

Also, wir 2 Mzungu (so werden hier in Zambia die Weissen genannt) fuhren von Livingstone mit dem Bus nach Lusaka. Wir konnten erstmals erahnen, wie schoen Zambia ist. Die Landschaft ist wirklich wunderschoen. So unbequem die 8-stuendige Busfahrt auch war, auch die Leute sind extrem freundlich und lustig.


junger Löwe im South Luangwa National Park

Als wir in Lusaka in einem typisch afrikanischen Mittelklassehotel eincheckten (es war irgendwie gemuetlich und gut bezahlbar), erzaehlten wir dem Rezeptionisten, dass viele Europaer Angst haben, nach Afrika zu gehen. Viele denken noch, dass sie getoetet, beklaut und gekocht werden im Kochtopf. Er musst so lachen und gab Markus die Hand mit dem Kommentar: "Don't worry, I will not eat you". Es war sehr lustig. Ich glaube, er lacht heute noch.

Walking Safari am frühen Morgen - ein Traum

Lusaka ist keine schoene Stadt, eigentlich eine richtige Dreckstadt. Aber es gibt alles und ein phaenomenaler Supermarkt (so einen gut bestueckten habe ich in der Schweiz noch nie gesehen) hatte trotz Feiertag den ganzen Tag geoeffnet. Wir bummelten durch die Stadt, waren sehr faul und genossen es, nach langer Zeit mal wieder Fernseh schauen zu koennen.


Ja, und dann stuerzten sich die Mzungu in die Wildnis. Mit einer 19-Platz-Maschine flogen wir nach Mfuwe im Suedosten des Landes. Von hier wurden wir von unserem Camp abgeholt, wo wir 3 Naechte gebucht hatten - alles inklusive: viel Essen, viel Trinken und noch viel mehr Safari. Wir hatten Abend- und Nightdrives quer durch den South Luangwa National Park. Morgens gingen wir immer auf einen Bushwalk fuer 4 Stunden. Nur dass das "morgens" bereits um 6.15 Uhr war. Wir hatten also ein richtiges Stressprogramm. Um 5.45 Uhr standen wir immer auf, kurzer Tee und dann ging es mit dem Jeep in der Nationalpark.

wohnte im Tümpel 5 m vor unserem Zelt

Der Guide und ein Wildjaeger wackelten mit uns 4 Stunden durch den Busch. Dann Fruehstuecken, kurzes Nickerchen und dann die vielen Elefanten und Hippos, die im Camp herumliefen, beobachten. Dann Mittagessen, Kaffeetrinken und schon ging es wieder 4 Stunden auf Game Drive. Abendessen, noch ein Glaeschen Wein und dann konnten wir in unser Safarizelt. Es war eine absolut geniale Zeit. Kein Park in Afrika hat wohl sie viele Tiere. Auf dem Camp stand ich 2 Meter von einem Elefanten entfernt. Dumm war nur, dass der sauer wurde und ich verdammt schnell :-). Jeden Tag sahen wir Loewen, Leoparden, Giraffen, Bueffel, Antilopen, Krokos und jede Menge Hippos. Einfach ein Traum. Wir wollten gar nicht mehr weg.

Empfangskomitee am Flughafen in Chipata

Aber mehr als 3 Tage hielt das unser Geldbeutel nicht aus. So flogen wir in den Ort Chipata. Im Flugzeug konnten bei dem 15-Minuten-Flug ganze 6 Leute sitzen. Ich durfte beim Piloten sitzen und sogar selber fliegen. Er erklaerte mir alles und ueberlies mich dann meinem Schicksal fuer ein paar Minuten. Der Witz an der Sache: der Innenminister von Zambia war an Bord. So kann ich also sagen, dass ich persoenlich den Innenminister nach Chipata geflogen habe! Wir lachten nur. In Chipata war unsere Zeit in Zambia dann auch schon vorbei. Schade, dieses Land wird uns sicher wiedersehen. Es ist traumhaft schoen.




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