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Chobe hui - Okavango pfui

Updated: Jul 28

In Botswana erlebten wir erst mal einen kleineren Tiefschlag nach der genialen Zeit in Namibia. Mit unserem Volksie meisterten wir recht problemlos den Grenzuebergang (man muss einfach nur eine Summe Geld zahlen, je nach Laune des Beamten - bei uns waren es nur ca. 15 US$). Kurz hinter dem Grenzort Shakawe schlugen wir dann am Okavango River unser Zelt bei den vielgelobten Drotskys Cabins auf.

Chobe National Park

Wir fanden diese unverschaehmt teuer und dafuer verdammt schlecht und trauerten dem Ngepi Camp ein paar Kilometer noerdlich in Namibia hinter her. Nun gut, am naechsten Tag duesten wir daher gleich weiter und blieben nicht noch eine Nacht, was wir eigentlich an diesem Ort noch vor hatten. Die Strasse bis nach Maun war dann einfach nur langweilig. Das einzige, was sich auf den 300km aenderte, war die Dichte der Esel am Strassenrand.

junges Krokodil in Kasane

Ansonsten ging es schnurgerade durch die oede Landschaft. Wir waren heilfroh, als wir endlich in Maun ankamen und gleichzeitig schockiert. Was fuer ein haesslicher, versiffter Ort. Hier ist alles nur teuer und schlecht. Das erste Camp war bereits ausgebucht und so landeten wir in der Okavango River Lodge. Es war recht guenstig aber die Duschen und Toiletten fuer das Camp waren saumaessig. Gut, wir machten das Beste aus dem Abend und genossen den Sonnenuntergang am Okavango Delta. Am naechsten Morgen zogen wir um in ein Zimmer der Lodge. Wir mussten den Volksie fuer die Abgabe fit machen und putzen und wir wollten unseren Kram nicht im Zelt liegen lassen. Das Zimmer war einigermassen in Ordnung, aber eben Backpacker-Stil, der uns so richtig zum Hals raushaengt. Dann erkundeten wir den grausamen Ort, kauften noch was Essbares, nutzten mal wieder Internetanschluss (stimmt es, das Michael Jackson tot ist? - wir bekommen so gar

Markus und Inge

nichts mehr mit) und saeuberten den Volksie. So geht ein Tag auch vorbei. Es gefiel uns immer noch nicht besser, aber wir goennten uns ein recht leckeres Abendessen in einem gemuetlichen Restaurant. Das war auch schon was. Am naechsten Tag ging ich auf einen ganztaegigen Mokoro Trip in das aeussere Okavango Delta. Es war ganz nett, aber ich sah kein einziges Tier! Und irgendwie etwas Besonderes war es auch wieder nicht. Markus gab in der Zeit den Volksie ab (ein Trauertag, denn jetzt ist unser bester Reisekumpel weg), suchte sich einen Friseur und durchstoeberte den Ort - er mag eben die wackeligen Mokoros nicht. Am naechsten Tag fluechteten wir dann aus Maun, nachdem wir ueber 1 Stunde auf ein Taxi warten mussten. Mit dem lokalen Bus ging es ueber Nata nach Kasane in den Norden. Wir waren als einzige Weisse die Attraktion im Bus. Aber die Leute waren extrem freundlich, halfen uns mit dem Gepaeck, gruessten uns alle

im Mokoro durch das Okavango Delta

und der eine oder andere unterhielt sich mit uns. Die Frage lautete, warum wir nicht fliegen. Daraufhin fragte ich, warum sie denn nicht fliegen. Die Antwort war immer (logischerweise): das ist viel zu teuer. Das sei eben auch unser Grund, sagte ich. Daraufhin wurden wir mit grossen Augen angeschaut. Wir seien ja schliesslich Weisse und haetten Geld. Ist schon immer lustig, mit den Locals zu diskutieren. Nach einem Breakdown des Busses (ich war heilfroh, denn nach 3 Stunden war eine ungeplante Pinkelpause sehr angenehm), die der Fahrer beheben konnte, fuhren wir zuegig weiter und landeten gut in Kasane. Frustriert von unseren Erlebnissen bisher in Botswana goennten wir uns ein etwas teureres und sehr gemuetliches Zimmer in einer kleinen Lodge. Dort lernten wir auch Inge aus Stuttgart kennen. Sie ist 87 Jahre alt und wie jedes Jahr ist sie gerade alleine auf eigener

Leopard im Baum (unten war ein Löwe)

Faust auf einer 9-woechigen Reise durch das suedliche Afrika (wohlgemerkt ALLEINE). Unglaublich! Sie ist so fit, da koennten sich viele 40jaehrige noch was abschneiden von! 4 Tage verbrachten wir in der schoenen Garden Lodge, mehr laesst unser Budget nicht mehr zu. Wir gingen auf einen Game Drive in den Chobe Nationalpark und sahen einen Leoparden!!!!!!! Der Loewe war leider gut versteckt und wir bekamen ihn nicht wirklich gut aufs Foto. Richtig genial war dann die Bootsfahrt auf dem Chobe River: badende Elefanten, Hippos mit Baby-Hippos, Krokodile, Bueffel, Giraffen - alles waren sie da und das sehr nah. Dazu noch viele wunderschoene Voegel. Die Chobe-Region ist wirklich wunderschoen. Wer aber nicht das notwendige Kleingeld hat, der darf einfach nicht nach Botswana reisen. Budget-Reisende wie wir haben es so richtig schwer und sollten das Land lieber umschiffen. Wir ziehen nach nur 8 Naechten daher zuegig weiter, um lieber in den anderen Laendern mehr machen zu koennen. Es soll schoen sein in Botswana, das konnten wir erahnen, aber man braucht mindestens 300 US$ pro Tag/Kopf, um diese Schoenheit zu erleben. Das ist jenseits von dem, was wir bestenfalls ausgeben koennen.


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