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Mit dem Heli durch die Berner Alpen

Updated: Jul 17

Von oben das schöne Berner Oberland sehen - aus einem Helikopter. Ein Traum, den Markus mir noch vor der Weltreise zum Geburtstag schenkte. Gemeinsam mit Freunden hoben wir ab.


Die Crew

Wieso auch sind wir am Samstag erst um 3 Uhr ins Bett. 4 Stunden Schlaf sind schon extrem wenig. Dabei war heute DER Tag. Mein erster Heliflug stand vor der Tür. Markus hatte mir zu meinem Geburtstag diesen Flug geschenkt. Ich wollte schon immer mal mit dem Heli fliegen - und zwar ohne, das es sein muss (z.B. nach einem Snowboardunfall). Ich habe mich riessig gefreut - zumal die Route über meine Lieblingsberge führen sollte: Eiger - Mönch - Jungfrau.

Als ich mich endlich aus dem Bett gequält habe, war die Müdigkeit fast weg. Es war strahlend schönes Wetter - keine einzige Wolke am Himmel! Gemeinsam mit Silvia und Brunello ging es erst mal mit dem Auto von Bern nach Pfaffnau zur Basis von Heli Gotthard. Dort erwartete uns bereits Adi. Der Heli wurde noch aus der Garage herausgerollt, vollgetankt und schon war er fertig zum Einsteigen. Silvia durfte auf dem Hinflug bei Adi vorne sitzen; Markus, Brunello und ich haben es uns hinten gemütlich gemacht. Ganz sanft hoben wir ab und los ging es Richtung Berner Alpen. Gleich am Anfang haben wir aus der Höhe Priska zugewunken, als wir über Altishofen flogen. Schliesslich sassen wir ja vor 8 Stunden noch bei Ihr gemütlich auf der Terrasse). Dann ging es weiter über den Napf zum Brienzer Rothorn. Der Flug über die Kante zum Brienzer See war schon das erste Highlight. Und dann lagen die Berner Alpen in aller Pracht vor uns: Wetterhorn, Schreckhorn, Fiescherhorn und und und….


Die unglaubliche Gletscherwelt

Wir nahmen Kurs auf die Eiger Nordwand und stiegen bis auf 4.200m Höhe an. Tatsächlich ist sie von oben gar nicht so kompakt und steil sondern eigentlich recht „kletterbar“. Nun kam mein besonderes Highlight - wir sind direkt über den Grat des Eigers geflogen - unter uns waren gerade 2 Bergsteiger kurz vor dem Eigergipfel. Ein Wahnsinnsgefühl. Es war wie im Kino. Auf diesen Berg möchte ich unbedingt hochklettern (aber sicherlich auf der Normalroute!). Wir flogen weiter vorbei auf der überraschend steilen Rückwand des Mönchs und dann hatten wir freien Blick über den Aletschgletscher. Weiter ging es über das Jungfraujoch und hinten „um die Dame herum“ über den Konkordiaplatz. Meine Sehnsucht nach einer Gletschertour noch vor unserer Abreise wuchs immer weiter. Es gibt einfach keine genialere Landschaft als vergletschertes Gebirge! Auf dem Petersgrat machten wir einen Zwischenstopp. Lustig - vor genau 1 Jahr haben wir uns im Sulzschnee hier von der Fafleralp

aus hochgequält (ein Moränentreten ohne Ende). Noch 2 Flugminuten trennten uns von der Muthornhütte. Dort angekommen wurden wir wieder herzlich von den Wirten und dem Hund begrüsst. Es hat sich also nichts geändert, seit wir hier vor einem Jahr eine Nacht im Biwak auf der Terrasse verbracht haben. Wir machten ein paar Fotos und stärkten und mit Aprikosenkuchen und Kaffee.


Auf dem Rückflug konnte ich dann vorne sitzen. Adi flog ein wenig im Slalom durch die vergletscherte Landschaft bevor es Richtung Kandertal aus den Alpen hinausging und über den Thunersee und das Emmental hinweg zurück nach Pfaffnau. Kurz vor der Landung entdeckten wir erste kleinere Wolken und freuten uns diebisch, dass wir so ein traumhaftes Wetter hatten. Viel zu schnell war der Ausflug dann leider vorbei. Aber es war auf alle Fälle ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk, dass ich nie vergessen werde. Und wenn ich das nächste Mal den Eiger von oben sehe - dann, weil ich selber hochgeklettert bin ;-)!




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