• Holamundo

Malaysia - my soul is in heaven: Melaka and Taman Negara

Updated: Nov 18, 2020

Wauuuu - nach 6 Tagen in Singapur wurde ich an der Grenze von Malaysia mit einem herzlichen Lächeln begrüsst. Ich wusste schon gar nicht mehr, wie ein ehrliches Lächeln von Herzen aussieht, aber es war genau dieses. Die Busfahrt war extrem komfortabel - solche Busfahrten bin ich nach Afrika gar nicht mehr gewohnt. Richtiger Luxus. Jedenfalls kam ich in Melaka an, fand auch ein Zimmer, wenn auch in einem anderen Guesthouse als geplant.

on the slowboat into the oldest jungle of the world

Es ist angenehm günstig und halbwegs sauber. Nach der 1. Nacht konnte ich in ein Zimmer mit eigenem Bad umziehen - perfekt, was will ich mehr. Die Leute im Guesthouse sind unglaublich nett. Jedesmal werde ich freudig begrüsst, ein älterer Mitarbeiter von 70 Jahren unterhielt sich 2 Stunden mit mir über den Sinn des Lebens, die Liebe und die Ehe. Es war richtig herzzerreisend. Melaka selbst ist ein wunderschöner, entspannter Ort. Am Sonntag, als ich ankam, war ein wuseliger Nachtmarkt, den ich in vollen Zügen genoss. Bis Mitternacht zog ich ziellos durch die Gassen. Am nächsten Tag war es dafür um so ruhiger in der Stadt. Ich bummelte gemütlich durch Chinatown und die neue Stadt, erkundete den Melaka River und ging an die berühmte Strait of Melaka.

lovely Melaka

Ansonsten ist Melaka einfach ein Aufsaugen an vielen verschiedenen Eindrücken, ein Geniessen der freundlichen Menschen, gutes Essen und interessante Gebäude. Ich hatte meinen Spass am Reisen schon fast verloren - aber hier habe ich ihn ein Glück wiedergefunden. Die ersten Tage in Malaysia fingen gut an. So kann es nun weitergehen.


Und das tat es auch. Nach so viel Stadt war mir nun nach Natur zu Mute. Von Melaka aus nahm ich einen Bus bis Temerloh, stieg dort nach ein wenig Warten, Bus suchen und Herumfragen (keiner wusste, welchen Bus ich nehmen soll) um und kam letztendlich in Jerantut an. Dies ist der Ausgangspunkt für den Taman Negara Nationalpark, dem ältesten Regenwald der Welt. Ich nahm mir ein für den Preis von 48 Ringgit sehr ordentliches Zimmer mit eigenem Bad und sogar Fernseher (gut, die 2 Sender verstand ich nicht, aber es war unterhaltsam). Ich organisierte mir den Transfer in den Nationalpark und schaute mich in dem elendigen Kaff um. 6 Stunden in diesem Ort - ich wusste gar nicht, was ich da so lange machen sollte. Aber Internetzugang im Zimmer und das sensationell Fernsehprogramm gepaart mit ein paar Bierchen helfen über solche Abende. Der Monsunregen am Abend beschäftigte mich auch noch, denn es regnet in mein Zimmer und ich musste ab und zu Eimer leeren und umstellen. Der normale Reisewahnsinn. Am nächsten Morgen ging es per

lonely hike in the jungle

Minibus zum Fluss und dann 3 Stunden lang per Boot ab in den Dschungel. Es war ganz nett, aber so sensationell, wie der Lonely Planet behauptet, war es nicht. Es war einfach eine entspannte Bootsfahrt. Am Nationalpark angekommen erwarteten mich direkt die ersten Tiere - dummerweise in meinem abgrundtief üblen Zimmer. Spinnen, Käfer, Ameisen, Mücken und eine Ratte zählten zu meinen Zimmergefährten. aber was sind schon 2 Nächte in einem Leben... ;-).


Der Dschungel selbst war mir viel zu touristisch. 200 Touristen bei einem Night Walk - das hat schon Neckermann Qualiäten. Ebenso war der Besuch bei den Orang Asli, den Ureinwohnern Malaysias, eher erschreckend touristisch, wenn auch interessant. Ich war enttäuscht von dem Nationalpark - was für ein Paradies ist doch der Regenwald Südamerikas, wo man wirklich niemanden trifft.


chinese temple in Melaka

Aber ein Highlight hatte ich dann doch. Im Dschungel gab es markierte Wege, die man alleine laufen konnte. Und da ich ja auch alleine unterwegs bin, machte ich mich todesmutig auf einen 1stündigen Loop durch den Dschungel. Ich begegnete einer Viper, sah viele Squirrels, ein paar Spinnen, eine Affenfamilie und marschierte immer tapfer weiter. Plötzlich raschelte es im Gebüsch. Ich pfiff, damit dieses Etwas weg ging und dann sah ich etwas auf mich zurennen (eigentlich nur einen Schatten). Dieses Tier gab quietschende Laute von sich, wie ein seeeeeehr grosses Schwein. Ich hatte fast einen Herzinfarkt, so alleine im Dschungel. Relativ zügig ging ich ein paar Schritte zurück. Daraufhin drehte sich das Tier um und schlich davon. Ja, ich hatte also tatsächlich ein Wildschwein vertrieben. Laut musste ich über mich selber lachen und setzte meine Wanderung fort, in der Hoffnung, dem Schwein nicht wieder zu begegnen.


2 Tage reichten mir vollkommen aus und ich freute mich dann auf die Weiterfahrt in kühlere Gefilde. Nächster Halt: Cameron Highlands.


2 views0 comments