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Malaysia - Going wild in Sarawak (Kuching area, Mulu)

Nach 7 Wochen alleine Reisen traf ich endlich Markus am Flughafen in Kuala Lumpur. Spät abends flogen wir gemeinsam von dort nach Kuching auf Borneo. Kuching heisst auf Deutsch "Katze". So gingen wir dann auch hier auf Katzenjagd. Das ist sehr einfach, denn an jeder Strassenecke gibt es irgendeine Katzenstatue, jeder Souvenirladen ist voller Katzen in sämtlichen Materialien. Ja, auch die wunderschöne ;-) goldene Winkekatze ist hier erhältlich.

Markus in Bako National Park

Kuching selbst ist eine überraschend aufgeräumte, ordentliche und hübsche Stadt. Die Atmosphäre hier ist sehr entspannt. Wir waren ganz positiv überrascht. Allerdings ist auch die Temperatur verglichen mit dem Festland Malaysias etwas höher und es ist deutlich feuchter (von 85% Luftfeuchtigkeit ging es hier rauf auf über 90%). Wir erkundeten die Stadt und besuchten die Orang Utans im Semenggoh Park. 4 von unseren Artgenossen (immerhin sind ja 97% der DNA identisch) liessen sich blicken. Die Kerlchen hingen einfach faul herum - sehr sympathisch.

Mount Santubong - der Gipfel war unser Ziel

Auf eigene Faust machten wir einen Tagesausflug in den Bako National Park. Das war wirklich wunderschön. Alleine wanderten wir durch den Regenwald, beobachteten Nasenaffen und andere Affen, trafen mal wieder Wildschweine und fanden auch "pitcher plants" (sorry, meine Pflanzenkenntnisse sind nicht sehr gut - keine Ahnung, was das auf Deutsch heisst). Da es uns in der Region so gut gefiel, zogen wir direkt weiter nach Santubong, nur 30 Minuten von der Stadt entfernt am Südchinesischen Meer. Im Village House gönnten wir uns für 3 Nächte ein edles Zimmer, machten Strandspaziergänge, plauderten mit Einheimischen im Dorf Kampung Santubong, genossen einen sensationellen Pool und verausgabten uns so richtig. Markus sein Fuss war fit genug, die 810 mörderisch steilen Höhenmeter auf den Gunung Santubong zu meistern. Ja, zu Hause lachen alle über diese Höhenmeter. Aber macht das mal bei über 30 Grad und dieser Luftfeuchtigkeit!

Strand vom Kampung Santubong

Unser nächster Stopp in Sarawak: Mulu und seine Höhlen mitten im Dschungel. MASwings sei Dank! Seit wenigen Wochen gibt es einen günstigen Direktflug von Kuching nach Mulu - nonstop. Das nutzten wir auch gleich und flogen mitten in das Herz von Borneo (zumindest von dem malaysischen Teil): in den Gunung Mulu National Parc. Im Parc Headquarter bezogen wir unser Zimmer. Da alles ausgebucht war, mussten wir 1 Nacht in den katastrophalen Rainforest Zimmern verbringen, die 2. Nacht konnten wir ein Glück in ein Longhouse Zimmer umziehen. Die Rainforest Zimmer werden im Januar abgerissen und durch neue ersetzt - entsprechend katastrophal ist in den letzten Tagen der Zustand der Zimmer. Die Tagesdecken waren stellenweise schwarz vor Schimmel. Wie ekelhaft! Und dafür zahlt man immerhin 110 Ringgit (ca. €26.-/ CHF 35.-). Wir stellten nur unser Gepäck rein und machten uns gleich auf die erste Tour. Zuerst gingen wir in die Lang Caves und dann in die weltweit grösste von Touristen begehbare Höhle "Deer Cave". Es war unglaublich beeindruckend, die reine Grösse des Deer Caves war sensationell. Und erst der Gestank der vielen Fledermäuse und der ganze Mist! In der Höhle leben immerhin 2-3 Millionen Fledermäuse. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit fliegen die dann alle aus der Höhle - das Spektakel war wirklich der absolute Knaller (nur leider auf Fotos schwer einzufangen).

Mulu Caves

Wieder zurück im Headquarter assen wir Typisches aus der Region: gedämpfte Farnspitzen. Das war lecker! Dazu gab es natürlich Tiger - uns stand ja eine grausame Nacht bevor ;-).


Am nächsten Tag besuchten wir noch 2 weitere Höhlen: Wind Cave und Clearwater Cave. Nachmittags marschierten wir auf eigene Faust zu einem kleinen Wasserfall. Leider fiel ein nächtlicher Spaziergang mit Guide wegen Monsunregen buchstäblich ins Wasser. Am nächsten Tag nach einem ausgiebigen Frühstück flogen wir dann auch schon weiter nach Miri, denn die Übernachtungskosten in Mulu sind gigantisch hoch und qualitativ gigantisch schlecht. Sonst aber hatte sich der Abstecher nach Mulu wirklich gelohnt. Wir schauten uns Miri an - eine merkwürdige Stadt, die aber angenehm offen ist (nicht so streng religiös). Es ist eben eine Grenzstadt und das Zentrum der Ölindustrie in Sarawak.


Nun sind wir mächtig gespannt auf unseren Ausflug in die islamische Welt von Brunei.


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