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waiting for the train to Dar es Salaam

Das ultimative Tazara Abenteuer! Von der malawischen Grenze war es nur eine weitere 2stuendige Minibusfahrt bis nach Mbeya. Hier uebernachteten wir einmal, bevor wir ein weiteres Abenteuer in Angriff nahmen: die Zugfahrt mit dem Tazara nach Dar es Salaam.

Tazara Train brachte uns von Mbeya nach Dar Es Salaam

Ein Glueck lernten wir am Abend noch durch Zufall den Stationschef kennen. Er sagte uns, wir sollen am naechsten Morgen um 10 Uhr am Bahnhof sein, dann besorgt er uns noch 2 1. Klasse Tickets. Das machten wir dann auch und so bekamen wir die letzten verfuegbaren 1. Klasse Tickets. Leider konnten wir nur kein ganzes 4 Abteil mehr haben, was eigentlich unser Ziel war. Denn, so ist das in Tansania, Maenner und Frauen duerfen nicht im gleichen Abteil reisen. So wollten wir eben das ganze Abteil (wie es alle Mzungu auch machen) kaufen. Aber

irgendwo in Tansania - Blick aus dem Zug

gut, wenigstens hatten wir einen Schlafwagen. Eigentlich sollte der Zug um 14 Uhr abfahren. Aber er war weit und breit nicht zu sehen. Letztendlich fuhr er um kurz nach 20 Uhr ab - wir mussten also 10 Stunden an diesem Bahnhof warten. Es ist kein Bahnhof wie bei uns. Hier gab es einfach gar nichts. Ein Glueck durften wir (dank dem Stationschef) in den VIP-Wartesaal. So hatten wir eine normale Toilette und auch Strom fuer den Laptop. Ein paar Computerspiele toeteten etwas Zeit. Ansonsten lernten wir noch viele andere Mzungu kennen, unter anderem Tytti und Thomas aus Finnland. Sie hatten ein ganzes Abteil reserviert, nur wusste keiner mehr etwas von der Reservierung. So vereinbarten wir, gemeinsam um ein gemeinsames Abteil zu kaempfen. Als der Zug dann kam und wir dem Stationschef noch ein Bierchen spendiert hatten, half er uns, mit dem Zugbetreuer zu sprechen. Wir 4 wurden erst mal in die Bar

Blick von unserem Zimmer in Dar Es Salaam

verfrachtet. Als der Zug bereits 30 Minuten unterwegs war dann die Ueberraschung: die Bestechung des Stationschef hatte geholfen (und 1 Bier war ja richtig guenstig). Wir bekamen unser Schlafabteil zu viert. Auch die anderen beiden, die wir kennengelernt hatten, Tara aus Vancouver und ein lieber Israeli (vor lauter Freude vergassen wir uns mit Namen vorzustellen) bekamen noch einen Schlafp[latz. In unserem Abteil feierten wir erst mal ein wenig. Dann assen wir im Zugrestaurant ein ueberraschend gutes Abendessen, sprachen noch lange und doesten dann durch die Nacht. Die Wagen huepften nur hin und her und ab und zu ruckelte es schwer durch den Zug. An richtigen Schlaf war nicht zu denken. Aber irgendwie war es doch erholsam. Am naechsten morgen fruehstueckten wir und hingen dann im Zug und in unserem Abteil herum. Der Zug hielt oft in den Doerfern an der Strecke und die locals verkauften alles Moegliche und Unmoegliche. Die Landschaft war traumhaft schoen. Schade nur, dass durch die Verspaetung des Zuges es meistens dunkel war. Letztendlich fuhren wir noch durch einen Nationalpark und sahen Elis, Giraffen und viele Antilopen. Nach 26

Frühstück im Speisewagen

Stunden waren wir totkaputt in Dar es Salaam. Wir teilten uns ein Taxi, denn Tytti und Thomas leben seit 3 Monaten in Dar um die Ecke des Hotels, wo wir hin wollten. Heilfroh standen wir um Mitternacht in einem wunderschoenen Hotelzimmer unter einer heissen Dusche und genossen nach Ewigkeiten ein vernuenftiges Bett. Den naechsten Tag verbrachten wir ruhig im Shoppingcenter Slipway in Dar, wo auch unser Hotel war, assen mit Tytti und Thomas zu Mittag und genossen den Sonnenuntergang. So waren wir frisch geruestet und erholt fuer unsere letzte Woche. Jaja, die Zeit rennt und wir schieben schwer Frust. Bald schon muessen wir nach Hause. Ein Jahr ist einfach viel zu kurz. Das naechste mal werden wir laenger gehen :-).


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