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We got red sand EVERYWHERE

Nachdem wir in Coober Pedy unser Auto mit neuem Reifen, mit Wasser und beide Tanks mit Benzin gefuellt haben sowie eine Grundreinigung gemacht haben (Auto wie Wäsche), konnte es weitergehen Richtung Norden. Wir waren inzwischen schon fast suechtig nach der Weite und der Einsamkeit und die Touristenbusse in Coober Pedy waren recht nervig. So fuhren wir auch nur wenige Kilometer auf dem Stuart Highway nach Norden und bogen auch gleich wieder auf die Offroadpiste ab. Unser Ziel: Alice Springs. Stationen unterwegs: Uluru, Olgas, Kings Canyon, Palm Valley, Mac Donnell Range...

Uluru sunset

Wir fuhren durch die Plain of the moon zu unserer ersten Station, den Breakaways. Dies ist eine der heissesten Gegenden Australiens und als wir aus dem Auto stiegen, traf uns fast der Hitzeschlag. Die Landschaft der abbrechenden Felsen war dennoch brutal schoen. Weiter fuhren wir ca. 100km Richtung Oodnadatta, bevor wir dann abbogen auf eine kleinere Strasse, die uns zur Painted Desert brachte. Wir waren ueberwaeltigt von dieser Landschaft,

Breakaways

so unbeschreiblich schoen war sie. Es war eine absolute Stille (ausser die Fliegen - grrrrr) und die Felsen und der Sand schimmerten in allen Farben. Wir konnten uns kaum sattsehen. DA soll mal einer sagen, die Wueste ist eintoenig. Sie ist einfach nur wunderschoen. Danach fuhren wir wieder weiter zu unserem Ziel fuer den Abend, Marla (besteht nur aus einem Roadhouse). Am naechsten Tag dann ging es weiter nach Norden Richtung Uluru. Nachdem uns ein paar Touristenbusse ueberholt hatten, beschlossen wir, dem Strom zu entfliehen und fuhren 250km offroad ueber die Mulga Park Road auf einer wahnsinnigen Wellblechpiste am Mount Connor vorbei Richtung Uluru. Gut durchgeschuettelt erreichten wir das Yulara Resort und den Campinplatz am Uluru. Gleich am Abend packten wir als Belohnung fuer den durchschuettelten Tag eine Flasche Weisswein in den Kuehlschrank und fuhren zum Sonnenuntergang an den Uluru. Es ist ja DIE Touristenattraktion Australiens, aber der Steinhaufen ist wirklich schoen und imposant und

Uluru kurz vor Sonnenuntergang

wir hatten einen traumhaften Sonnenuntergang. Zurueck am Campingplatz schnell was Essen und dann ab in die Koje, denn am naechsten Morgen ging um 5 Uhr der Wecker - der Sonnenaufgang stand vor der Tuer. Zusammen mit Monika und Adrian aus Staufen/CH, die wir am Campingplatz kennengelernt hatten, schauten wir den Sonnenaufgang am Uluru an, der bei weitem nicht so schoen war wie der Sonnenuntergang. Danach packten wir den Kocher aus und als alle Touristen weg waren, fruehstueckten wir in unseren Sesseln direkt am Fuss des Ulurus. Das ist eben ein Leben! Weiter zogen wir danach zu den Olgas, noch mehr Steinhaufen. Wir wanderten durch das etwas ueberlaufene Valley of the winds und spazierten in die Olga Gorge. Die Unmengen an Fliegen zwangen uns, die ganze Zeit unser bloedes Mueckennetz zu tragen. Also nicht ueber die Fotos lachen - es wuerde Euch nicht besser ergehen! ;-) Nachdem wir dann im Cultural Center noch einen schoenen Einblick in das Leben der Aboriginees bekommen haben, hatten wir genug vom Massentourismus und flohen nach Curtis Springs, wo ein kostenloser Campingplatz und Monika und Adrian auf uns warteten.

Finke Gorge

Am naechsten Tag stuerzten wir uns dann in unser Megaabenteuer. Wir nahmen der schweren Offroadtrack 'Finke Gorge' in Angriff. Dafuer erst einmal 40km Wellblechpiste und, um ueberhaupt die richtige Abzweigung zu finden, kam erstmals unser GPS zum Einsatz. Dann ging es los. Das Eingangsschild warnte uns: der Weg sei nur geeignet fuer erfahrene Offroadfahrer, v.a. was Sand betrifft. Nun ja, ausser den Kehrbesen hatten wir nicht einmal eine Schaufel dabei (ganz zu schweigen von der Erfahrung...). Aber mutig zogen wir weiter. Markus kaempfte sich durch lange Sandstrecken durch und wir brauchten erstmals den 4-Rad-Antrieb. Dann uebernahm ich das Steuer. Erst einmal wurde es im trockenen Flussbett etwas kurvenreicher und steiniger. Letztendlich kamen wir an ein wunderschoenes Wasserloch. Wir stiegen aus, machten Fotos und schauten dann zu Fuss erst einmal den weiteren Weg an. Dabei entdeckten wir verdammt viele Schlangenspuren im Sand. Ohohohoho! Markus uebernahm wieder das Steuer, er war fitter im Sand und vor uns lag eine kleine Sandduene. Die wurde uns zum Verhaengnis. Nach

Kings Canyon

dem 5. Versuch schafften wir es immer noch nicht. Unser Wuestenschiff war bedeckt mit Sand aber wir kamen den verfluchten Huegel nicht hoch. Also nahmen wir es als ein Zeichen und traten den Rueckzug an. Die ganzen 50km Piste mussten wir wieder zurueckfahren. Einmal gruben wir uns sogar noch leicht in den Sand ein und mussten uns freibuddeln. Aber bei Sonnenuntergang waren wir auf der Wellblechpiste. Jetzt lagen 40km Schuettelpiste im Dunkeln vor uns. Es war extrem gespenstisch. Dann noch 1 Stunde Asphaltstrecke, wir sahen im Dunkeln noch viele Hasen und sogar wilde Kamele, bis wir an einem schoenen Campingplatz ankamen. Voellig kaputt gab es unser Notessen: Pasta mit Thunfisch (tja, Peschelina, Du hast recht, Thunfisch gibt eben immer ein gutes Gefuehl!).

im Palm Valley

So besuchten wir nun doch noch das Kings Canyon. Und es lohnte sich. Wir wanderten um die Cliffs und genossen den Traum von einer Landschaft. Dann tuckerten wir weiter ueber den Mereenie Loop nach Hermannsburg. Dies ist ein komischer Ort. Ueberall haengen Aboriginees herum, es arbeiten nur weisse Leute - die ehemalige Missionsstation war irgendwie in der Zeit stehen geblieben. Wir gingen auf den schoenen aber voellig eingezaeunten Campingplatz. Als einzige Gaeste kamen wir uns vor wie ein Tier im Kaefig. Es war aber trotzdem schoen, bei einem gemuetlichen Feuer zu sitzen, kostenlos Waesche zu waschen und den Sternenhimmel zu bestaunen. Im ganzen Ort ist Alkoholverbot (um die Aboriginees zu schuetzen), so tranken wir eben Tee zu unserem Barbecue. Am Folgetag fuhren wir ins Palm Valley auf einer wunderschoenen Offroadstrecke und trafen zufaellig Monika und Adrian. Nach einem weiteren Abend in Hermannsburg ging es weiter in die Western Mac Donald Range. Wir besuchten wunderschoene Wasserloecher, hatten einen tollen Ausblick auf das Outback und den Gosse Bluff und landeten nochmals

letzter Abend wild campen in der MacDonnell Range

nachts in der absoluten Einsamkeit in einem Bushcamp. Unter Sternen genossen wir den letzten Abend in der Wildnis. Danach ging es ueber den Owen Springs Track und das Rainbowvalley nach Alice Springs. Direkt im Supermarkt trafen wir mal wieder Monika und Adrian und so gingen wir auf den gleichen Campingplatz und verbrachten noch einen schoenen gemeinsamen Abend mit leckerem Rotwein. Die Beiden zogen am naechsten Tag weiter in Richtung Cairns, wir schauten uns erst einmal das unspektakulaere Oertchen an und machten unseren Camper fit fuer die Abgabe. Ein Abend auf dem Campingplatz mit Sybille und Toni aus Reichenbach/CH war dann noch ein schoener Ausklang unseres Outbackabenteuers. Unser Flieger nach Perth wartete schon auf uns. We have survived the outback, mates!



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