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Carretera Austral Sur - una aventura especial

Nach einer Zeit in absoluter Wildnis sind wir mittlerweile wieder halbwegs in die Zivilisation zurueckgekehrt. Wir haben das Abenteuer Carretera Austral - die längste Einbahnstrasse der Welt - gluecklich bei allerschoenstem, fuer diese Region untypischen Wetter ueberstanden.


Carretera Austral - on the road

Dabei fing alles etwas holprig an. Ungeplant sind wir 5 Tage in Coyhaique geblieben, da bin mein kurz vor der Reise operierter Zahn ploetzlich wieder geaergert hat und ich zum Zahnarzt musst. Ein Glueck konnten mir Chus und Santi vom Hostal Las Salamandras mit

die längste Einbahnstrasse der Welt

einem guten Zahnarzt weiterhelfen (muchas gracias chicos!). Aber auch dieser Zahnarzt stand vor einem Raetsel und schickte mich zu einem sensationellen Spazialisten. Der loeste fuer ganze 30 Euro ein Problem, dass seit Jahren kein Arzt in der Schweiz oder in Deutschland gefunden hatte. Die Zaehne stehen falsch aufeinander und er musste sie abschleifen (ein Ergebnis meiner frueheren Zahnspange). Durch den Druck kam es zu Entzuendungen. Meine Frage ist nur: wieso verdienen diese Zahnaerzte in Europa so viel Geld, wenn sie so etwas Einfaches nicht feststellen koennen????


Jedenfalls geht es dem Zahn nun bestens und wir sind 5 Tage mit einem Mietwagen durch den Sueden der Carretera Austral gehoppelt. Asphalt ist hier ein Fremdwort und Schlagloecher gibt es in Huelle und Fuelle. Ueber den Lago General Carrera fuhren wir nach Caleta Tortel, einem Dorf an der Kueste, dass bis vor wenigen Jahren nur ueber das Meer

Nina beim Aufstieg auf den Cerro Cinchao

erreichbar war. Es besteht nur aus Holzpassarellen, andere Gehwege gibt es aufgrund der sumpfigen Landschaft nicht. Es war sehr interessant dort aber die Stimmung war irgendwie sehr deprimierend. Eine spezielle Erfahrung. Danach fuhren wir an den Lago Cochrane auf der Suche nach Huemules (eine Art Elch - Nationaltier von Chile). Die dummen Viehcher versteckten sich aber vor uns. Ueber den Rio Baker, dem maechtigsten Fluss Chiles, ging es in das Valle Exploradores zu den Auslaeufern des Campo de Hielo Norte. Danach verbrachten wir noch eine Nacht am Cerro Castillo und dann ging es ueber eine Seenlandschaft wieder zurueck nach Coyhaique mit ganzen 1300 km auf dem Tacho.

Markus vor den Ausläufern des Campo de Hielo Sur

Dem aber nicht genug. Da wir ueber das Ende der Carretera Austral und somit auch der Panamericana zu Fuss und per Boot ueber die Grenze nach Argentinien wollten, hiess es, 16 Stunden bis Villa O´Higgins mit dem Bus zu fahren. Das erledigten wir an 2 Tagen und lernten unterwegs Andrea und Stefan aus Deutschland kennen sowie Pesche aus Bern. So zogen wir am Nikolaustag als Quintett los zu einem wunderschoenen Abenteuer. Nach kurzer Busfahrt an die Mole kamen 3,5 Stunden Bootsfahrt iin absoluter Einsamkeit. Danach passierten wir den chilenischen Zoll, organisierten uns 2 Pferde als Tragetiere fuer das Gepaeck und machten uns auf den Fussmarsch von 22 km. Nach einer Stunde konnten wir zum ersten Mal bei traumhaften Wetter den Fitz Roy erblicken. Was fuer ein Anblick! Nach ca. 4 Stunden waren wir dann an der Grenze zu Argentinien und nach einer weiteren Stunde mussten wir unser Gepaeck in Empfang nehmen. Die letzten 4 km durften wir dann mit Vollpackung zuruecklegen, da die Wege fuer die Pferde zu eng waren. Es war anstrengend und bei vielen

bei Chilo Chico

Flussueberquerungen, die oft nur aus 1-3 Baumstammen bestanden, auch ein Lottospiel, ob wir ins Wasser fallen oder nicht. Die tollen Blicke auf den Fitz Roy haben alles ertragen lassen. Es war einmalig. Dann kamen wir zum argentinischen Zoll, den wir in einer halben Minute problemlos durchschritten. Eine weitere 1stuendige Bootsfahrt brachte uns ueber den Lago del Desierto. Dort goennten wir uns erst einmal ein Bierchen und stiessen auf einen sensationellen Nikolaustag an. Dann brachte uns noch ein Minibus in 1,5 Stunden nach El Chalten. Nun hat uns die Zivilisation (die sich aber auch hier in Grenzen haelt) fuer kurze Zeit wieder. Aber schon bald werden wir wieder die Berge unsicher machen.


Danke an Andrea, Stefan und Pesche fuer die super Begleitung. Es hat riessigen Spass gemacht mit Euch!





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Nina Beranek + Markus Jurt

Lake Thun / Switzerland

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