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El corazon de Argentina: Cordoba, Alta Gracia, Barreal, Mendoza, Uspallata

Nachdem wir Buenos Aires mit dem Nachtbus Richtung Cordoba verlassen haben, erlebten wir das erste groessere Loch in unserer Reise. Gut, in Ecuador hat uns Banos ueberhaupt nicht gefallen und wir sind am naechsten Tag direkt weitergezogen, aber in Cordoba hat es uns etwas heftiger erwischt.


Weinproben in Mendoza

Die von allen vielgelobte Studentenstadt gefiel uns ueberhaupt nicht - fuer uns war sie nur laut, wuselig und siffig. Ja, es gibt einige sehr schoene Kolonialgebaeude, aber da haben wir in anderen Staedten (z.B. Sucre in Bolivien) viel Schoeneres gesehen. Die Hostels sind entweder sehr schmutzig oder sehr teuer (wir waren dann in der Version sehr schimmelig)

Cordoba

und das Ausgehviertel mit dem angebliche besten Nightlife Argentiniens erlebten wir als abgefuckt (sorry fuer das Wort, aber mir faellt dafuer nichts besseres ein) und voller Drogen. Also wollten wir schnell weiter, aber Markus erwischte es mit einem suedamerikanischen Durchfall vom Feinsten. Eine Aerztin besuchte ihn im Hostelzimmer - immerhin war sie sehr huebsch, so dass seine Augen nicht nur vom Fieber leuchteten :-). Solange er das Bett huetete fluechtete ich fuer einen Tag in die Sierra de Cordoba nach Alta Gracia, dem Ort, in dem Che Guevara aufgewachsen ist. Ein lohnenswerter Ausflug, v.a. die frische Luft und das viele Gruen taten nach den Stadttagen gut. Das Mueseum (ja ich war in einem Museum!!!!!) von Ernesto Guevara ist klein aber fein und kann ich nur empfehlen.



Weingut in San Juan

Danach zogen wir weiter 11 lange Stunden im Bus. Da Markus noch nicht fit war, verzichteten wir auf den Nachtbus und quaelten uns tagsueber. Aber fuer ihn war es gesuender. In San Juan hatten wir bereits ein Hostel reserviert - aber, was fuer eine Katastrophe. Wir kamen nachts um 11 Uhr dort an bei starkem Gewitter. Sie hatten uns statt einem Matrimonial-Zimmer ein Loch mit Doppelstockbett gegeben direkt neben dem Partyraum. Auf dem Boden stand das Wasser und die obere Matratze war durchweicht vom Regen, der durch das Dach tropfte. Wir hassen inzwischen Hostels - unsere guten Erfahrungen in Hostels halten sich in Grenzen. einfach B&Bs, Posadas oder guenstige Hotels sind jedesmal besser, guenstiger und man hat mehr Kontakt mit Einheimischen. Also liefen wir durch den Regen und landeten in einem anderen Hostel, das wenigstens halbwegs sauber und zumindest trocken war. Am naechsten Tag stellten wir fest, dass der Parque Nacional de Ischigualasto extrem schwierig zu erreichen war nach dem Gewitter, sehr teuer ist und - nachdem uns mehrere Reisende davon

San Juan Plaza

abgeraten haben - gar nicht so schoen ist. Mmmmmh - deswegen waren wir eigentlich in San Juan. Wir beschlossen nun, nicht in den Park zu gehen und lieber eine Tour durch ein paar Weingueter zu machen. 2 Weingueter besuchten wir, das 3. war wegen Ferien geschlossen und die anderen per Bus kaum zu erreichen. Also gingen wir Bowlen, um unsere Laune zu heben. Eine dumme Idee - ich rutschte aus, fiel auf meine Hand und habe nun ein heftiges Trauma. Ist ja nicht schlimm, aber bei 35 Grad mit einem Stuetzverband durch die Gegend zu laufen ist laestig.

Strandsegeln in der Pampa del Leoncito

Nun war fuer uns genug Sch....e erlebt. Wir fluechteten in den kleine Ort Barreal. Eine sensationelle Idee. Bei Wuestenklima und Blick auf die Anden erkundeten wir die karge, weite Landschaft, besuchten nachts eine Sternwarte und machten einen Ausflug ins Valle Calingasta, dem Startpunkt fuer Besteigungen des Cerro Mercedario, dem zweithoechsten Berg des Kontinents. Unsere Laune war wieder bestens und wir genossen die Ruhe und die Einsamkeit in unserer kleinen Posada.


Danach zogen wir weiter nach Mendoza. Auch hier - kein Hostal sondern ein vernuenftiges und guenstiges Hotelchen im Zentrum. Gemuetlich zogen wir durch die Stadt, ich lies im Krankenhaus meine lahme Pfote untersuchen und wurde bestaetigt, dass nichts gebrochen

Mendoza

oder gerissen ist. Tja ja, der Krankenhausbesuch war wieder ein spezielles Erlebnis der Sonderklasse - hier haette ich mich definitiv nicht operieren lassen, und das, obwohl es eine Privatklinik war. Am naechsten Tag machten wir einen Ausflug per Fahrrad durch das Maipu und besuchten einige Bodegas. HICKS! War super, nur dass die Fahrraeder eine Katastrophe waren. Dann zogen wir weiter 2 Stunden mit dem Bus in die Anden nach Uspallata. Dort hausten wir in etwas ungepflegten Cabanas, dafuer konnten wir mal wieder selber kochen. Wir gingen fuer einen Tag ein wenig im Nationalpark Aconcagua spazieren, aber der groesste Suedamerikaner hielt sich vor uns versteckt in dichten Wolken.

Aconcagua

Nun war unsere Zeit in Argentinien auch schon vorbei. Heute morgen fuhren wir mit dem Bus durch die Anden nach Santiago. Heute konnten wir einen kurzen Blick auf den frisch verschneiten Aconconcagua werfen. Ein maechtiges Ding. Weiter ging es kurvenreich nach Chile.


So - nun ist der suedamerikanische Endspurt schon angebrochen. Fuer uns verging die Zeit wie im Flug und es kommt uns gar nicht so vor, dass wir schon 6 Monate unterwegs sind.




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